Die Stiftung stellt sich vor

Seit unserer Gründung im Jahr 2001 setzen wir uns als gemeinnützige Unternehmensstiftung des Umweltdienstleisters Veolia für eine nachhaltige Entwicklung ein. Unsere Mission ist es, mit unserer Arbeit zur Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele beizutragen. Unsere Fördertätigkeit fokussieren wir insbesondere auf den Klima- und Umweltschutz. 

 

Nachhaltigkeit stiften 

Die Veolia Stiftung fördert gemeinnützige Projekte, die einen wirkungsvollen Beitrag zum Schutz von Wasserressourcen und Biodiversität, zur Steigerung der Energieeffizienz und Stärkung der Kreislaufwirtschaft leisten. Wir unterstützen damit die Umsetzung des Veolia-Unternehmenszwecks in den Regionen, in denen Veolia seine Dienstleistungen erbringt. 

 

Schwesterstiftung Fondation Veolia Environnement

Die Schwesterstiftung der Veolia Stiftung, die Fondation Veolia Environnement, ist in Paris ansässig und weltweit in den Bereichen Humanitäre Nothilfe und Entwicklung, Beschäftigung und soziale Integration sowie Umwelt und Biodiversität tätig.

 

Gemeinsam Gutes tun

Die Veolia Stiftung setzt sich ebenso wie die Fondation Veolia Environnement dafür ein, die gesellschaftliche Verantwortung des Unternehmens über das Kerngeschäft hinaus wahrzunehmen und Kooperationen für eine nachhaltige Entwicklung mit verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren anzustoßen. 

Was uns ausmacht

Seit nunmehr fast zwanzig Jahren fördert die Veolia Stiftung gemeinnützige Projekte. In ihrer Arbeit verbindet die Stiftung die gesellschaftliche Verantwortung des Unternehmens Veolia mit dem persönlichen Engagement seiner Beschäftigten. Dies widerspiegelt sich in unserem Patenschaftsmodell: Jedes Förderprojekt der Stiftung wird von einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter von Veolia in Deutschland im Rahmen einer Patenschaft ehrenamtlich begleitet. Die Pat*innen bringen sich mit ihrem Fachwissen und persönlichen Erfahrungen ein und lernen selbst von den Projektpartnern. So schaffen wir tragfähige Verbindungen zwischen dem Unternehmen und dem gemeinnützigen Sektor und unterstützen den gesellschaftlichen Zusammenhalt. 

 

Mit jedem weiteren Jahr der erfolgreichen Stiftungsarbeit erweitert sich das Netzwerk der involvierten Veolia-Beschäftigten und der Projektpartner, die gemeinsam Lösungen für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen auf den Weg bringen. 

Unsere Historie

Was bisher geschah

Die Geschichte der Stiftung begann mit der Ausschreibung zur Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe (BWB). Im Falle eines Zuschlags an Vivendi Universal, Vorläufer-Unternehmen des heutigen Veolia Environnement in Frankreich, wurde die Gründung einer Stiftung nach dem Vorbild der französischen Fondation Vivendi Universal in Berlin zugesagt. Sie sollte im Rahmen der geförderten Projekte bis 2006 die Schaffung von 1000 Arbeitsplätzen in Berlin unterstützen. 

Gründung und Unterstützung der ersten Projekte

Im Januar 2001 war es soweit: Die Berliner Stiftungsaufsicht genehmigte die Errichtung der Stiftung Vivendi Universal. Der Festakt zur Stiftungsgründung fand im Foyer der BWB mit rund 150 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung statt. Sylke Freudenthal, die zu diesem Zeitpunkt bereits seit sieben Jahren in der Unternehmensgruppe tätig war, wurde Geschäftsführerin der Stiftung. Den Vorsitz des Stiftungsvorstands hatte Helmut Lölhöffel, Leiter der Kommunikationsabteilung von Vivendi Water Deutschland, inne.

Schon im Jahr 2001 konnte die Stiftung 38 gemeinnützige Projekte in Berlin fördern. Die Übergabe der Förderschecks wurden im Rahmen der sogenannten Projekt-Foren übergeben. Sie fanden stets bei einem der Förderprojekte statt - also beispielsweise im Zirkuszelt des Cabuwazi e.V., in der Kantine des Ausbildungszentrums vom SOS-Kinderdorf, im Café des Vereins FrauSuchtZukunft e.V.. So konnten sich auch die Förderprojekte sowie die Patinnen und Paten untereinander kennenlernen und vernetzen. 

Über Krisen und Chancen

2003 galt es, eine Krise zu durchstehen: Die Unternehmensgruppe Vivendi Universal war in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Die große Schwesterstiftung wurde geschlossen, damit hatte die Stiftung Vivendi Universal ihren Stifter und mit ihm den Zufluss finanzieller Mittel verloren. Als Unterstützer sprang Vivendi Water Deutschland ein, denn zum Geschäftsbereich Wasser des Unternehmens gab es aufgrund des Bezugs zum Vertrag in Berlin eine besonders enge Verbindung. Allerdings war dieser Schritt mit wesentlichen Veränderungen verbunden: Die Stiftung hatte fortan ihren Sitz direkt bei Veolia Water, das zugesagte Budget wurde auf einen längeren Zeitraum gestreckt und seitdem direkt von der Unternehmensgruppe in Deutschland getragen. 

Bald darauf gliederte die Unternehmensgruppe Vivendi Universal ihre Umweltaktivitäten unter dem Namen Veolia Environnement auf. Die Stiftung wurde zur Unternehmensstiftung von Veolia Environnement Deutschland, änderte ihren Namen in Veolia Stiftung und erhielt auch ein neues Logo. In Frankreich wurde die Fondation Veolia Environnement neu gegründet und so hatte die Veolia Stiftung eine jüngere große Schwester, dessen Direktor Thierry Vandevelde auch in den Stiftungsvorstand berufen wurde. 

Für die Stiftung war die Chance der neue Fokus über den Tellerrand von Berlin hinaus. Sie begann ab 2003 außerhalb Berlins gemeinnützige Projekte zu unterstützen. Zunächst vor allem an Standorten der neufirmierten Veolia Water Deutschland. Das erste bundesweite Projekt war der Verein Freunde der Waldschüler, der die Arbeit der Waldschule für Menschen mit geistiger Behinderung in Grimma unterstützt. Es folgten Initiativen wie die Entwicklung einer Software zur Betreuung von Schulverweigerern in Schönebeck und das Wasserprojekt Olganitz. In den folgenden Jahren förderte die Stiftung kontinuierlich rund 20 Projekte pro Jahr, weiterhin hauptsächlich in Berlin, aber regelmäßig rund drei bis fünf Projekte bundesweit. 

Die Veolia Stiftung trat der Initiative “Transparente Zivilgesellschaft” bei. Sie verpflichtete sich damit, ihre Einnahmen und Ausgaben sowie ihre Governance-Strukturen offen zu legen. Für die Stiftung ist dies ein Beitrag zur Glaubwürdigkeit ihrer Arbeit als gemeinnützige Stiftung, die von einem großen Unternehmen finanziert wird. Außerdem begann die Stiftung, über die Arbeitskreise des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, ein bundesweites Netzwerk von Partnerorganisationen aufzubauen.

Das Ziel wurde erreicht!

2006 konnte die Veolia Stiftung gegenüber dem Land Berlin nachweisen, dass sie die auf der Grundlage des Vertrags zur Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe vereinbarten Fördermittel erhalten und eingesetzt hat. Die durch die Förderprojekte erwünschte Schaffung von 1000 Arbeitsplätzen wurde ebenfalls bewirkt. 

Mehr Projekte

Ab 2008 kamen durch die Integration von Veolia Umweltservice in die Veolia-Gruppe in Deutschland auch Förderprojekte an den Standorten des Geschäftsbereichs Entsorgung hinzu. Unter ihnen beispielsweise die Projekte Königskinder in Hamburg (2008), Türme für die fränkische Turmschwalbe und Waldjugendhütte in Dormagen (2009) sowie das Second Hand Sozialkaufhaus in Berlin (2010). 

10 Jahre Veolia Stiftung

2010 bot der 10. Geburtstag der Veolia Stiftung Anlass für eine große Kampagne unter dem Titel “Gemeinsam für Berlin”.

Über die Berliner Tageszeitungen wurde die Liste aller Berliner Förderprojekte kommuniziert und “Stiftungstaler”- Aufkleber verteilt. Alle Projekte erhielten je ein Aktionsplakat. Die Berlinerinnen und Berliner waren aufgefordert, ihrem “Lieblingsprojekt” einen Stiftungstaler zu bringen und auf das Aktionsplakat zu kleben. Zum Ende der Aktion sandten die Projekte der Stiftung ihre Taler-Plakate als Foto zu und erhielten einen zusätzlichen Förderbetrag in Abhängigkeit von der Anzahl der erhaltenen Aufkleber. Die Übergabe der Fördermittel erfolgte Bezirk für Bezirk in Anwesenheit der Bürgermeister.

Die Aktion war ein Riesenerfolg, gemessen an der dabei gewonnenen Aufmerksamkeit in der Bevölkerung für die Projekte selbst und die Veolia Stiftung.

Außerdem veröffentlichte die Veolia Stiftung anlässlich ihres 10. Geburtstags das von Sylke Freudenthal verfasste Buch “Herz.Schritt.Macher. Menschen, die Berlin bewegen” im Berlin Story Verlag, in dem Initiatoren von Stiftungsprojekten porträtiert werden. 

Mit neuem Vorstand in die Zukunft

2013 beendete das Land Berlin vorzeitig den Vertrag zur Teilprivatisierung der BWB aufgrund des starken Drucks, den das Volksbegehren zur Rekommunalisierung der Berliner Wasserbetriebe auf die Politik ausübte. Daraus folgten Veränderungen für die Unternehmensgruppe Veolia in Deutschland. Der neue Landesdirektor von Veolia Deutschland, Etienne Petit, wurde Mitglied des Stiftungsvorstands und Vorstandsvorsitzender. Auch die langjährige Geschäftsführerin Sylke Freudenthal wurde in den Vorstand berufen.

Der Förderfokus der Veolia Stiftung verlagerte sich weg von der Hauptstadt, hin zu den Standorten der Gruppe in ganz Deutschland. Schließlich wollte die Stiftung ihrem Credo treu bleiben, dort gemeinnützige Initiativen zu unterstützen, wo Veolia operativ tätig und mit seinen Beschäftigten vertreten ist.

Das Programm ProEhrenamt wird ins Leben gerufen

Die Geschäftsführung übernahm 2014 Susanne Cunnac. Zu ihren ersten Aufgaben gehörte es, das Programm ProEhrenamt umzusetzen. Dieses stellt seitdem pro Jahr ein Budget von 50.000 Euro zur Verfügung, aus dem Projekte unterstützt werden, in denen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Veolia-Gruppe in Deutschland pro Jahr mindestens 100 Stunden ehrenamtlich engagieren. Damit fügte die Stiftung ihrem Förderkonzept ein wichtiges Element hinzu, mit dem das Ehrenamt eine große Wertschätzung erhält und das bis heute erfolgreich ist. In besonderer Erinnerung bleiben der Fotowettbewerb, bei dem 2014 die originellsten Scheckübergaben gesucht und extra prämiert wurden, sowie das Dankeschön-Plakat für die engagierten Veolia-Beschäftigten, das 2018 veröffentlicht wurde. 

Neuausrichtung des Förderkonzeptes

Im Jahr darauf, 2017, veranlasste der Stiftungsvorstand eine Neuausrichtung des Förderkonzepts der Veolia Stiftung. Mit den neuen Förderkriterien Kreislaufwirtschaft, Energieeffizienz und Ressourcenschutz von Wasser und Biodiversität, rückten die Förderthemen näher an die Geschäftsbereiche der Veolia-Gruppe heran und fokussierten sich stärker auf Umweltthemen. Dies war auch der Anlass, die Zusammensetzung des Stiftungsvorstands neu zu gestalten. Die bisherigen langjährigen Vorstandsmitglieder wurden verabschiedet. Neue berufene Mitglieder des Vorstands waren ab 2017 Dr. René Mono, Geschäftsführer der 100% erneuerbar Stiftung sowie Leif Miller, Bundesgeschäftsführer des NABU. 

Projekte über Projekte

Ab 2018 kam das neue Förderkonzept zum Tragen. Über Projektausschreibungen sucht die Veolia Stiftung nunmehr regelmäßig nach geeigneten Projektpartnern zu bestimmten ausgewählten Themen.  

Im Zuge der ersten Projektausschreibung zu allen drei Förderschwerpunkten wählte der Stiftungsvorstand die Initiativen Depot, Material loop, Reparieren macht Schule, Aquaponik-Anlage und Mikro-Biogasanlage für eine Förderung aus. 

Über die Jahre hinweg unterstützte die Veolia Stiftung regelmäßig Projekte in Braunschweig als wichtigen Stadtwerke-Standort. So wurde z.B. die Reduzierung der Massenentwicklung von Cyanobakterien (Blaualgen) mit Hilfe von Ultraschall am Spielmannsteich 2016, die Erhaltung und Wiederherstellung feuchter und trockener Heiden im Naturschutzgebiet Großes Moor sowie das Projekt Schulwälder für den Klimawandel, je drei Jahre, gefördert. 

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> Projektausschreibung 2018 (4.67 MB)

Ressourcenschutz von Wasser und Biodiversität

Aus der Ausschreibung 2019 zum Förderschwerpunkt Ressourcenschutz Wasser und Biodiversität gingen die Förderprojekte Trinkwasserwald, Renaturierung Woitendorfer Bach sowie Klimaschutz und Biomasseerzeugung durch Agroforstsysteme hervor. Außerdem startete 2019 das Kooperationsprojekt Bunte Biomasse mit der Deutschen Wildtier Stiftung und dem Deutschem Jagdverband (2019-2023). 

Nach dem Weggang von Etienne Petit aus Deutschland wurde 2019 Dr. Markus Binding in den Stiftungsvorstand berufen. Zur Vorsitzenden des Stiftungsvorstands wurde Sylke Freudenthal gewählt. 

Bunte Biomasse Projektfläche mit Beschilderung

Projektausschreibung Kreislaufwirtschaft

Die Ausschreibung 2020 zum Thema Kreislaufwirtschaft brachte eine Zusammenarbeit mit den Projekten Stadtraummöbel, BerlinRepair, Einmal ohne, bitte und Eco Data Destruction hervor. 

Die zahlreichen erfolgreichen Projekte illustrieren, wie die Veolia Stiftung seitdem mit ihren Förderprojekten bundesweit Impulse für eine nachhaltige Entwicklung geben konnte. Das langjährige Engagement der Stiftung fand 2019 durch die Berufung von Sylke Freudenthal zur Leiterin des Arbeitskreises Umweltstiftungen beim Bundesverband Deutscher Stiftungen eine besondere Anerkennung. 

 

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> Projektausschreibung 2020 (1.38 MB)

 

Die Veolia Stiftung wird 20!

In das dritte Jahrzehnt ihrer Arbeit startet die Veolia Stiftung mit der von Dezember 2020 bis März 2021 laufenden Projektausschreibung zum Thema Energieeffizienz-Erneuerbare Energie.

Im Jahr 2021 hat zudem das Geburtstagsprojekt Karuna-Garten einen besonderen Stellenwert . Es vereint Teilprojekte, in denen es um wirksame Stoff-, Energie- und Wasserkreisläufe geht, und symbolisiert die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft. 

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> Projektausschreibung Energie (467.26 KB)