Erwerb E-Transporter

Materialinitiative Treibgut gUG

Die treibgut Materialinitiative gUG wurde 2022 gegründet. Zweck der Gesellschaft ist die Förderung von Kunst und Kultur sowie die Förderung des Umweltschutzes einschließlich des Klimaschutzes. Dieses Ziel wird insbesondere verwirklicht durch die Sammlung von nicht mehr benötigten Materialien, vor allem aus künstlerischen und kulturellen Umfeld wie Ausstellungen, Veranstaltungen und Messen. Diese werden Personen, Vereinigungen oder Einrichtungen aus den Bereichen Kunst, Kultur und Bildung für eine weitere kreative Nutzung zur Verfügung gestellt. Jedes Jahr können so rund 50 Tonnen Material“gerettet” und weiter genutzt werden.

Zu den Kooperationspartnern zählen zahlreiche große Münchner Kulturinstitutionen, darunter u. a. der Bayerische Rundfunk, das Haus der Kunst, die Bayerische Staatsoper, die Münchner Kammerspiele, das Münchner Volkstheater, die Messe München, Ludwig-Maximilians-Universität München die Pinakothek der Moderne uvm. Diese Kooperationen umfassen insbesondere regelmäßige Materialübernahmen, Demontagen von Ausstellungen und Bühnenbildern sowie projektbezogene Weiterverwendung im Sinne der Kreislaufwirtschaft. Darüber hinaus ist Treibgut Teil des bundesweiten Netzwerks „Initiativen für Materialkreisläufe“ und war im Kontext der documenta fifteen an der Weiterentwicklung zirkulärer Materialstrukturen beteiligt. Im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung in den kommenden Jahren orientiert sich Treibgut an etablierten Leitfäden wie der Publikation „Gemeinsam Kreislaufen - Roadmap zum zentralen Materialdepot“, die den Aufbau materialkreislauf-gestützter Infrastrukturen strukturiert beschreibt. Diese Roadmap dient als Referenz für die Planung, Logistikoptimierung sowie den Aufbau tragfähiger und kooperativer Strukturen.

Ein zentraler Bestandteil der Arbeit von treibgut ist die Logistik: Materialien werden bei sehr unterschiedlichen Akteur:innen, von Kulturinstitutionen über Initiativen bis hin zu Privatpersonen, abgeholt, gebündelt, sortiert und weiterverteilt. Diese Prozesse laufen dauerhaft, projektübergreifend und mit wachsender Nachfrage. Um diese Kreisläufe langfristig effizienter und klimafreundlicher zu organisieren, soll ein E-Transporter als gemeinsame Projektinfrastruktur erworben werden,  der fossile Fahrten ersetzt und die Arbeit absichert.

Treibgut hat sich bei der Veolia Stiftung um Fördermittel für das Projekt zum Erwerb eines E-Transporters beworben. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 50.000 Euro. Weitere Finanzpartner sind angefragt. Die Veolia Stiftung unterstützt dieses Projekt mit Fördermitteln in Höhe von 10.000 Euro. Die Projektpatenschaft hat Markus Ruppert, Niederlassungsleiter der Veolia Umweltservice Süd GmbH & Co. KG, übernommen.