Projekt-Förderung

Seit ihrer Gründung 2001 fördert die Veolia Stiftung Organisationen, die im Sinne der Förderschwerpunkte Projekte ins Leben rufen und voranbringen wollen. Anfangs befand sich ein Großteil der geförderten Projekte in und um Berlin als Sitz der Stiftung. Im Laufe der Jahre weitete sich dieser Raum auf ganz Deutschland aus und wir können heute auf über 320 Projekte in allen Bundesländern verweisen.

Auch mehrjährige Kooperationen mit anderen Partnern, wie der Deutschen Wildtier Stiftung, dem Deutschen Jagdverband oder der VRD Stiftung für Erneuerbare Energien, hat für uns in den zurückliegenden Jahren an Bedeutung gewonnen. Sie eröffnen uns zusätzliche und besonders wirksame Möglichkeiten, einen nachhaltigen Wandel zu unterstützen.
 

Allgemeine Informationen

Projektauswahl

Die Veolia Stiftung nimmt Förderanträge ausschließlich im Rahmen aktueller Ausschreibungen entgegen. Der Ablauf der Ausschreibungen ist in der Regel in folgende Schritte gegliedert: 

Schritt 1: Projektprüfung

Im ersten Schritt wird geprüft, ob das zu fördernde Projekt den Ausschreibungsbedingungen der Veolia Stiftung entspricht. Ist dies der Fall, wird in Abstimmung mit dem Projektpartner eine Projektbeschreibung formuliert. Diese enthält Eckdaten zum Träger, zu den Zielen und der Umsetzung sowie einen Finanz- und einen Zeitplan und ist Entscheidungsgrundlage für den Vorstand.

Folgende Projekte und Kostenpunkte fördern wir nicht:

  • Zeitlich befristete Projekte (Ausstellungen, Demonstrationen, Tagungen, Veranstaltungen, ...)
  • Projekte fern von Veolia-Standorten, da die Begleitung durch einen Paten dann nicht möglich ist
  • ​Projekte, die Konkurrenz zum Geschäft der Unternehmensgruppe darstellen
  • Bereits vollendete Projekte
  • Projekte in Trägerschaft von Beschäftigten der Unternehmensgruppe.
Schritt 2: Projektauswahl

Der Stiftungsvorstand trifft entsprechend der Förderbedingungen eine Vorauswahl und gegebenenfalls nach einer persönlichen Präsentation der Projektpartner eine finale Entscheidung. Diese wird den Projekten mitgeteilt und auf der Stiftungswebsite veröffentlicht. 

Schritt 3: Förderung

Zwischen der Stiftung und dem Projektpartner wird eine Fördervereinbarung geschlossen. Diese enthält die Projektbeschreibung sowie Erfolgskriterien und Meilensteine, die Auszahlungsbedingungen und eine Vereinbarung zur gemeinsamen Kommunikation. Jedes Förderprojekt wird von einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter einer Veolia-Gesellschaft in eine ehrenamtliche Patenschaft übernommen. 

Schritt 4: Projektumsetzung

Die Umsetzung der Projekte verläuft entsprechend der Fördervereinbarung. Zug um Zug erfolgt die Auszahlung der Fördersumme.

Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung fristgerecht über die in den Ausschreibungen angehängten Online-Formularen ein. Bei Fragen sprechen Sie uns gern an.

 

Die allgemeinen Kriterien der Projektauswahl sind: 

- wirksame Umsetzung der in der Ausschreibung formulierten Ziele
- Wiederholbarkeit des Projekts (optimierte Prozesse, Zugänglichkeit, Bedarf)
- Neuigkeitswert (Innovation entsprechend aktueller Herausforderungen für Nachhaltigkeit)
- zusätzlicher Mehrwert (z.B. sozialer Zusammenhalt, Bildung, Einbindung von Partnern).

 

Alle Informationen zur Förderpraxis der Veolia Stiftung sind in unserer → Förderrichtlinie zusammengefasst. 

PDF
Förderrichtlinie (86.7 KB)

 

Patenschaftsmodell

Das Patenschaftsmodell ist eine Besonderheit der Veolia Stiftung. Projektpatenschaften werden von einem Veolia-Mitarbeiter/ einer Veolia-Mitarbeiterin übernommen, der an einem zum Projekt nahegelegenen Unternehmensstandort tätig ist.

Der Pate besucht das Projekt vor Ort, überreicht den Förderscheck, begleitet den Projektfortschritt. Die Patinnen und Paten stellen dem Projektträger Zeit und Fachwissen zur Verfügung, um die erfolgreiche Umsetzung des Projekts zusätzlich zu unterstützen.

Veolia-Beschäftigte können einen Tag pro Kalenderjahr für ihre ehrenamtliche Patentätigkeit von der Arbeit freigestellt werden. Weitergehende ehrenamtliche Tätigkeiten leisten die Patinnen und Paten in ihrer Freizeit. Die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen gilt als Arbeitszeit.

 

Aktuell

Förderprojekte 2020

 

In ihrer jüngsten Ausschreibung suchte die Veolia Stiftung gemeinnützige Organisationen, die Projekte zur getrennten Sammlung und qualitativ hochwertigen Verarbeitung von Reststoffen anstoßen oder weiterentwickeln und Kreislaufwirtschaft voranbringen möchten. 

Aus dem Kreis der Bewerber wählte der Vorstand der Stiftung in einem zweistufigen Auswahlprozess vier Förderprojekte aus, die mit Fördermitteln in Höhe von insgesamt 64.000 € unterstützt werden sollen:

 

- AfB gemeinnützige GmbH - Weiterentwicklung von Refurbishing und Wiedervermarktung ausgemusterter IT- und Mobilgeräte 
- MURKS? NEIN DANKE! e.V. - Leitstelle für BerlinRepair zum Aufbau eines Netzwerks für nachbarschaftliche Reparaturkultur 
- rehab republic e.V. - Einmal ohne, bitte! - bundesweite Initiative zum  Einkauf unverpackter Produkte
- Hans Sauer Stiftung - gemeinschaftliche Entwicklung, Gestaltung und Produktion eines zirkulären Stadtmöbels

 

Die Fördermittel der Veolia Stiftung helfen bei der Umsetzung der Projekte, die - jedes auf seine Weise -  dem Ressourcenschutz dienen, den Klimafußabdruck unseres Handelns verringern und den Weg in eine funktionierende Kreislaufwirtschaft weisen. 

 

“Produkte möglichst lange zu nutzen und Abfälle zu vermeiden ist ebenso wichtig für eine echte Kreislaufwirtschaft wie Lösungen, um Wertstoffe möglichst separiert zurückzugewinnen und hochwertig stofflich zu nutzen”, bekräftigt Dr. Markus Binding vom Vorstand der Veolia Stiftung. “Wir vermitteln jedem der Förderprojekte zusätzlich zur finanziellen Unterstützung auch eine Expertin oder einen Experten aus der Veolia-Gruppe in Deutschland, die eine ehrenamtliche Patenschaft übernehmen”, ergänzt Sylke Freudenthal, ebenfalls Vorstand der Veolia Stiftung. “So können wir mit finanzieller Unterstützung und fachlicher Hilfe zum Gelingen der Projekte beitragen.”
 

Förderprojekte 2019

Die zweite Projekt-Ausschreibung der Veolia Stiftung fand über den Jahreswechsel 2018/2019 zum Thema Schutz von Wasserressourcen und Biodiversität statt. Es wurden gemeinnützige Initiativen gesucht , die einen Beitrag zur Widerstandsfähigkeit von Städten und Regionen gegenüber Klimarisiken leisten (z.B. durch Waldumbau oder -pflanzungen, Renaturierung von Gewässern oder Mooren) oder als Pilotprojekte innovative landwirtschaftliche Methoden erproben und auswerten.

 

Nach einer Projektpräsentation am 20. Februar 2019 im Lindencorso traf der Stiftungsvorstand seine Förderentscheidungen. 

 

Für eine Förderung ausgewählt wurden folgende Projekte: 

 

- Förderverein Biosphäre Schaalsee e.V., der mit Renaturierung des Woitendorfer Bachs den ökologischen und biologischen Zustand des Sees verbessern möchte.

Trinkwasserwald e.V., der bestehende Nadelwälder mit Laubbäumen unterpflanzt, wodurch der Boden mehr Wasser speichert sowie der Wald klimaresistenter und vielfältiger wird.

- VRD Stiftung für Erneuerbare Energien, die Agroforst als innovative landwirtschaftliche Anbaumethode erprobt, welche gute Erträge trotz Klimawandel ermöglicht sowie Wasserressourcen und Biodiversität schützt.

 

 

Außerdem startete 2019 das Kooperationsprojekt Bunte Biomasse. Gemeinsam möchten Veolia Stiftung, Deutsche Wildtier Stiftung und Deutscher Jagdverband mit dem Projekt eine Alternative zum Mais als Energiepflanze in der landwirtschaftlichen Praxis verankern.